Um 1281 erstmals urkundlich erwähnt, geht die Gründung des Kartäuserklosters Grünau,
auf Elisabeth von Hohenlohe, die Tochter des Grafen Popo IV. von Wertheim, zurück.
Am 15. März 1328 stellte Elisabeth von Hohenlohe die Stiftungsurkunde aus.
Das Kloster wurde der Sage nach an der Stelle errichtet,
an der die spätere Stifterin ihren Gemahl auf der Jagd getötet hatte.
Im Bauernkrieg 1524 / 1525 wurde das Kloster geplündert. 1545 mussten die Mönche weichen.
1629 stellte Kaiser Ferdinand II. den früheren Zustand der Kartause Grünau wieder her.
Während des 30jährigen Krieges 1631 Plünderung und Zerstörung durch die Schweden. Ab
1635 erfolgte der Wiederaufbau des Klosters, die frühere Blütezeit erlebte es aber nicht mehr.
Es verwaiste und verfiel. Durch die Säkularisation 1802 / 1803 kam das Kloster in Besitz der Grafen.
und späteren Fürsten zu Löwenstein – Wertheim – Freudenberg.
Aus der Blütezeit des Klosters sind nur noch Ruinen vorhanden,der Torbogen ,Teile der Kirche und den Umfassungsmauern.
Das heutige Wohn und Gasthaus stammt aus dem 17. Jahrhundert und war früher wohl Prokuratie.
Das Spitzbogenportal am Eingang der Kartause Grünau trägt die Jahreszahl 1507.
Im Bogenscheitel des Haupteingangstores sieht man das Klosterwappen. Das Schweißtuch der heiligen Veronika.